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| Empfangskomitee im Osten der Alpujarras |
Eigentlich würde ich ja gerne von Sonnenbädern etc. berichten, aber leider schaut es zur Zeit nicht danach aus: Regen, und es ist nicht so ganz sicher, dass es morgen anders sein wird. - Gestern jedenfalls war es noch schön; wir sind allerdings in die höheren Regionen gefahren, in die Alpujarras, was wahrscheinlich soviel wie Grasland heißt. Bergdörfer südlich von Granada, am Fuß der Sierra Nevada. Einige Zeit war das Gebiet auch ein Rückzugsgebiert der Mauren und Berber, und noch unter König Philipp II. gab es hier einen Gegenkönig namens Aben Humeya. - "Südlich von Granada" heißt auch ein Buch des englischen Hispanisten Gerald Brenan, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts sieben Jahre in einem der Dörfer, Yegen, verbracht hat. Wurde übrigens auch verfilmt.
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| Schinken (noch) auf dem Tisch ... |
Wir haben aus Zeitgründen nur eine reduzierte Tour gemacht; die meisten Orte schon im touristischen Winter- oder Dornröschenschlaf, ab und zu ein alter Pullmannkappenträger oder die zweitjüngste (50+ oder mehr) Frau des Dorfs ... Einzige Ausnahme Trevelez. Ein recht touristischer Ort, etwa 1500 Meter hoch (angeblich das höchstgelegene Dorf Spaniens), am Fuße des Mulhecen, der jedenfalls der höchste Berg des spnischen Festlandes ist. Berühmt ist Trevelez für seine Schinken, die einen überall anlachen. Ich wollte auch noch ein Bild aus der Schinkentrockenfabrik zeigen, aber das Bild lässt sich nicht herunterladen.
Am Abend dann eine kleine Überraschung: totaler Stromausfall; und wie am nächsten Tag zu erfahren war, betraf er die halbe Provinz Almeria. Grund: Fehler in einem Umspannwerk. - Heute, wie schon gesagt, Schlechtwetter. Regenprogramm: Keramikfabrik in Alhabia, da wird dann brav eingekauft.
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| Töpferwaren machen die Augen glänzen, vor allem die der Damen |
Anschließen dann nach Finana, ein Dorf mit steilen Gassen, maurischen Bädern und maurischer Festung. Ein Alter gibt uns gegen ein kleines Trinkgeld authentische Erklärungen: da die Bahnstation, da vorne die Autobahn ... Na ja, etwas mehr war's schon.Und gute Tapas hat es gegebn; riesige Tapa und ein relativ großes Bier ein Euro fünfzig. Über diese schöne Volkssitte muss es demnächst einen Exkurs geben.
Bis dahin die etwas unterkühlten und durchnässten Spanienfahrer H + J
PS für die Damenwelt: Vom hochgewachsenen, blonden und jungen Deutsche mit blauem Panda, der lt. Polizei für eine "Aussage" benötigt würde, können wir leider nichts vermelden. Spur dürfte sich verloren haben.
Gibt ja offenbar Unklarheit darüber, wie Tapas entstanden sind (soeben nachgelesen). Hier zwei Varianten:
AntwortenLöschena) So soll König Alfons X. von Kastilien während einer Krankheit gezwungen gewesen sein, zwischen den Mahlzeiten Wein und kleine Häppchen zu sich zu nehmen; nach der Kurierung soll er veranlasst haben, dass Wein künftig nur noch zusammen mit einer Kleinigkeit zu Essen serviert werden dürfe.
Noch hübscher ist aber
b) Die Wirte in Spanien legten früher eine Scheibe Brot (Tapa) auf das Weinglas um das kostbare Getränk u.a. auch vor den lästigen, unzähligen Fliegen zu schützen. Dieser "Deckel" wurde im Laufe der Jahre dann immer weiter entwickelt und entsprechend mit Olive oder einer Sardelle verziert.
Das Bild mit den Hunden auf dem Dach ist klasse!