Sonntag, 11. Dezember 2011

Gador 5 (die letzte)

Bittere Momente für Real-Fans ...
Jetzt haben wir also das auch noch erlebt: El Clasico an Ort und Stelle, also nicht im Bernabeu, sondern nur in einer Bar. Hier in Gador gehört die überwiegende Mehrheit zu den Real-Fans; das hat weniger mit dem Fußball zu tun als mit politischen oder sozialen Realitäten. Die Katalanen lehnen alles Nicht-Katalanische ab, und daher diese Reaktion. Es gibt sogar eine pena madridista im Ort, mit eigenem Vereinslokal. - Zum ersten Tor bin ich zu spät gekommen, gute Stimmung in der Bar, ein rasantes Spiel. Nach dem Ausgleich wurde es etwas ruhiger, und in der zweiten Hälfte machten dann nur noch die zwei, drei Barca-Fans Lärm.

Fernsehen in den Bars ist überhaupt wichtig; inn jedem Lokal läuft mindestens ein Fernseher, oft auch mehr mit verschiedenen Programmen, manchmal auch Fernsehen mit Radio- oder CD-Musik; ist aber nicht so wichtig, bei der Qualität der Programme, überhaupt der Privatsender. Einer gehört übrigens Berlusconi; habe einmal die Nachrichten angeschaut, Informationswert nahe null. Manchmal gibt es aber auch Interessantes, zB eine Sendung über John Lennon (natürlich am 8. Dezember).

Heute noch ein Besuch in Nijar, schöne alte Kirche, wie man sieht, im Mudejar-Stil mit interessanter Uhr (außen im Freien). Nijar ist aber nicht nur der größte Ort in der Region Cabo de gata und bekannt für sein Kunsthandwerk (Teppiche, Decken, Keramik), sondern dort beginnt auch der Meer der Plastikzelte (schauen im Sonnenlicht auf den ersten Blick wie das echte Meer aus)- die brauchen wir, damit wir auch im Winter Paradeiser  haben.

Und das wars dann auch schon wieder, fast auf jeden Fall. Morgen noch nach Almeria, ein bisschen promenieren und sitzen und schauen, dann noch an den Strand im Cabo de gata, damit der Hund auch eine Freude hat und wo es schon recht frisch sein kann, wie man an den Bildern unten sieht. Und dann noch einkaufen: Schinken, Käse und solche Sachen.- Danke fürs Lesen und die Kommentare und Grüße von den unten Abgebildeten!



Dienstag, 6. Dezember 2011

Wohnen in Höhlen und Advent im Süden


Auf dem Hauptplatz von Gador wurde ein Kripperl mit interessanten Details aufgestellt

Verblüffend echte Christbäume gibt es mit oder ohne Schnee


Am frühen Morgen Fahrt durch die Orangen- und Mandarinenwälder, aus dem Autoradio ertönt "White christmas". Das nennt man Globalisierung ... Von Weihnachten ist meist nicht zu viel zu merken, hie und da eine Weihnachtsbeleuchtung, in den Geschäften von Almeria allerdings alles in Rot und Weiß, Rentiere, Santa Cläuse ... auch da schlägt der internationale Geschäftssinn zu.

Heute ist übrigens der 6. Dezember, Feiertag, nicht wegen des Hl. Nikolaus, sondern weil dia de la constitucion ist. Übermorgen wieder Fest, Marienfeiertag, Riesenpuente (Brücke) also, den viele für eine Woche Urlaub nützen. Angeblich 10 Millionen Autos unterwegs, bevorzugte Reiseziele auch London oder die kanarischen Inseln. Von der Krise wird sehr viel geredet, aber was soll's.

Wir fahren in die Gegend von Guadix, wo die berühmten Höhlenwohnungen zu besichtigen sind (und auch  noch bewohnt werden). Die Temperatur in den Wohnungen ist stabil 20 Grad, sagen die Leute, die dort wohnen, an Luft mangelt es auch nicht; die Tür ist immer offen und es gibt ein Belüftungssystem.

Auf der Heimfahrt dann Besichtigung des Schlosses von La Calahorra, das erste Renaissancebauwerk in Spanien, das der Sohn des berühmten Kardinals Mendoza erbaute und da in den Kriegen gegen die Maurenaufstände eine Festung der Christen war. In den Jahrhunderten darauf war es mehr und mehr verlassen, bis es - wenn man den Erläuterungen glauben darf - kurz davor stand, abgetragen und in den Staaaten wieder aufgebaut zu werden. Gottlob ist es dageblieben. Am Fuß des Burgberges dann Imbiss, 1, 40 - Bier und Tapa, aber ich will euch damit verschonen.

Innen Marmor aus Italien ...

... außen Festung
  Sonst bis zum nächsten Mal, liebe Grüße vom Trio.

PS Tapaskönig oder -königin gibt es keine, aber Prinz und Prinzessin. Das erste Bild sind patatas bravas, wie Kurt messerscharf erkannt hat, das zweite Bohnen mit Schinken.

Samstag, 3. Dezember 2011

Exkurs: Tapas


So soll es sein ... alles da
 Jetzt wird es also Zeit, den Tapas einen Beitrag zu widmen. Das Theoretische hat Kurt ja schon in einem Kommentar erläutert; dem ist ja nichts hinzuzufügen. Der erwähnte König Alfonso X war übrigens auch Universalgelehrter; hat etliche Bücher (über Mineralien und Spiele, besonders Schach) geschrieben und deswegen auch den Beinamen El sabio - der Weise (mit einem s). Aber jetzt zum Thema.

Heute ist Samstag, wir waren in Almeria; überaqll adventelt und weinachtet es schon außerordentlich (darüber ein anderes Mal), und dann setzt man sich natürlich in ein nettes Lokal an der Puerta de Purchena (ein belebter Platz im Zentrum), bestellt sich ein Bier, und dazu gibt es Tapas. In dem Fall Pinchos (kleine Spieße von Huhn oder Schwein) und einen Krebssalat. Dann nach Hause, und da schaut man noch in dier Bar von Juan hinein, dort gibt es nämlich ausgezeichnete Callos (eine Art Kuttelsuppe). Bei einem Set darf es aber nicht bleiben, daher noch Calamares fritos (siehe Bild oben). Anschließen kommt der Hausbesitzer, Don Onofre, ins Lokal, schon etwas angestochen und lädt uns auf die nächste Runde ein: Champinones (nicht ganz richtig geschrieben. Der Nachmittag hat also gut begonnen ...

Die Pilze gibt es auch mit Jamon (luftgetrockneter Schinken). oft auch Habas (Bohnen) mit Jamon. In jeder Bar gibt es auch eine Art Grill, auf diesem Blech werden dann die diversen Fische und Fleische zubereitet (calamares, pinchos, hamburguesas, chuletas - kleine Koteletts - etc. Fehlen dürfen auch diverse Salate nicht - überall gibt es ensalada rusa (Mayonnaisesalat mit Thunfisch, Gemüse etc.) a la brasa. Und die diversen Erdäpfel: patatas alioli (mit Knoblauchmayo), patatas bravas (mit Paprikasauce) oder nur patatas a lo pobre (ohne Saucen, manchmalmit Paprikaschoten oder Spiegelei). Und so könnte man weiter aufzählen: costillas (Ripperl), higado de pollo (Hühnerleber), alas de pollo (Hühnerflügerl), rinones (Nierndln), mejillones (Muscheln) mit oder ohne salsa...

Es ist besser, ich höre jetzt auf. Aber nach der Theorie kommt die Praxis, in Form eines Quiz(es). In der Folge einige Fotos von Tapas, ohne Erklärung. Wer alle kennt, darf den Titel einer reina bzw. eines rey de las tapas führen und ist sich unserer Hochachtung und anerkennender Worte sicher.
Also auf zum Zuordnen (alle wurden erwähnt)


tapa nr 1



     


tapa nr 2
 




tapa nr 3
 



tapa nr 4
 


tapa nr 5


tapa nr 6



Jetzt hat das mit dem Speichern nicht rechthingehaut, zu viel Sinnesgenüsse. Bis zum nächsten Mal, Grüße vom Trio